Jean Giraudoux Doppelmemoiren

Leseprobe Am Ende seines Lebens schrieb einer der großen, in Vergessenheit geratenen Theaterklassiker ein einzigartiges Stück Literatur. Auf wenigen Seiten hat Jean Giraudoux seine Kindheit und die Zeit seines Erwachsenenlebens bis kurz vor seinem Tod 1944 wie in einem Spiegel parallel nebeneinander her­laufen ­lassen. Die große Geschichte, die er als Diplomat beobachten konnte, taucht auf wie ein ­Privatissimum, die Kindheit in der südfranzösischen Provinz als poetische Erklärung der Welt aus der Froschperspektive. In seiner Poesie, seiner boshaften Klarheit, der lakonischen Art der Beobachtung konnte ein solch intimes, distanziertes Werk nur in Frankreich ent­stehen. In der europäischen Literatur hat der Text nicht seinesgleichen: Giraudoux’s Memoiren lohnen die späte Entdeckung.


Jean Giraudoux
Doppelmemoiren
Aus dem Französischen, mit einem Nachwort und Anmerkungen von Joachim Kalka
112 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Frühjahr 2008
ISBN 978-3-937834-25-2
EUR 19,00


Jean Giraudoux
geboren 1882 in Südwestfrankreich, machte als Sohn kleiner Provinzbeamter eine diplomatische Karriere, die ihn ins französische Außenministerium... mehr

Joachim Kalka
geboren 1948, lebt als Autor, Kritiker und Übersetzer in Leipzig. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh ihm 1996 für sein... mehr



Rezensionen:


»Giraudoux ist ein vorzüglicher Stilist, ein origineller Kopf und ein ungemein phantasievoller Schriftsteller.«

Deutschlandradio Kultur

»Giraudoux war ein ebenso charmanter wie melancholischer Liebhaber des Lebens. Er hat uns eine überreiche Sammlung von Geschichten hinterlassen [...].«

Frankfurter Rundschau

»Jean Giraudoux [steht] wie kaum ein anderer für Eleganz, Esprit, für geschliffene Dialoge und prägnante moralische Implikate.«

Neue Zürcher Zeitung