Lytton Strachey General Gordons Ende

Leseprobe Schon einmal hat »der Westen« versucht, einem islamischen Land seinen »Way of life« aufzuzwingen: 1885 marschierte der englische General Gordon nilaufwärts in den von einem islamischen Prediger gegen die britische Weltmacht aufgestachelten Sudan – und scheiterte furchtbar. Dafür wurde er zum Märtyrer aller von der Sendung des Abendlands überzeugten Imperialisten. Lytton Stracheys mit Witz und Wut im Bauch geschriebenes Buch entstand als Kampfansage gegen alles, was kritischen Geistern schon damals mißfiel: Uniformen, moralische Heuchelei, imperiale Arroganz – Parallelen zur Gegenwart sind rein zufällig.


Lytton Strachey
General Gordons Ende
Aus dem Englischen von Hans Reisiger
Mit einem Nachwort von Reinhard Blomert
144 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Frühjahr 2005
ISBN 978-3-937834-06-1
EUR 19,00


Lytton Strachey
geboren 1880, gestorben 1930, ist von den als »Bloomsbury« bekannt gewordenen Freigeistern um Virginia Woolf und J. M. Keynes wahrscheinlich der... mehr



Rezensionen:


»[R]evolutionized the art of writing biography.«

bartleby.com

»[W]ahre Kabinettstücke psychologischer wie politischer Analyse, geschrieben in einem blendenden Stil und mit einer Ironie, die so leise und so hinterhältig damals wohl nur Oscar Wilde zu verbreiten wusste [...]. Ein Meisterwerk.«

Berliner Literaturkritik

»Stracheys einzigartige Mischung aus Einfühlsamkeit und distanzierter Ironie macht aus jedem eine kleine Preziose.«

die tageszeitung

»[E]legant übersetzt und so wundervoll gesetzt, gedruckt und gebunden, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Nur noch einmal durchblättern!«

Die Zeit

»Gehört zum Großartigsten und Amüsantesten, was die erzählende Essayistik hervorgebracht hat.«

Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung

»So elegant und leichtfüßig wurde Pazifismus selten propagiert.«

Neue Zürcher Zeitung

»Es ist ein faszinierendes, aktuelles Lehrstück über Verblendung, Terror und Kulturkampf, über politische Ränkespiele und imperiales Sendungsbewusstsein.«

Rheinischer Merkur