Alma Guillermoprieto Havanna im Spiegel

Eine Erinnerung an die Revolution

Leseprobe 1970 verließ die junge Tänzerin Alma Guillermoprieto New York, um in Havanna Modern Dance zu lehren – in avantgardistischer Umgebung, aber ohne Spiegel, die als konterrevolutionär verschrien waren. Inmitten von chronischem Mangel und revolutionärem Chaos fand sie begeisterte, hingegebene Menschen, die ihr Leben veränderten. Dieses berührende Erinnerungsbuch einer Frau, die heute als eine der besten Lateinamerika-Expertinnen für den New Yorker schreibt, führt in eine Zeit, als ein ganzer Kontinent an Fidel Castros Lippen hing, während das Experiment, über das er redete, längst gescheitert war, als Tänzer und Revolutionäre dieselbe Bühne bevölkerten und ein Pas de deux sich in einen politischen Akt verwandelte.


Alma Guillermoprieto
Havanna im Spiegel
Aus dem Spanischen und Englischen von Matthias Wolf
400 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 134 x 200 mm
Herbst 2009
ISBN 978-3-937834-33-7
EUR 25,00


Alma Guillermoprieto
geboren in Mexiko, aufgewachsen in den Vereinigten Staaten, lebt heute in der mexikanischen Hauptstadt. Seit über zwanzig Jahren berichtet sie... mehr

Matthias Wolf
1946 in Berlin geboren, ist seit 1968 als Übersetzer tätig. Zu seinen Autoren gehören u. a. Jean-Paul Sartre, Marc Bloch, Jacques Le Goff, Peter... mehr



Rezensionen:


»Der bedrückende Bericht einer Augenzeugin über Kuba im Jahr 1970. Ein bemerkenswertes Buch.«

Erich Hackl, Die Wochenzeitung

»Die Erinnerungen lesen sich äußerst lebendig und bieten neben den zahlreichen männlichen Autoren, die sonst über Kuba schreiben, endlich eine weibliche Stimme.«

Florian Schmid, RBB Inforadio

»So dicht, plastisch und bunt, dass man das wunderbare Buch nie vergessen wird.«

Inge Zenker-Baltes, Foyer

»In Guillermoprietos sehr authentischem Spiegelbild sieht man, dank der klugen Mischung aus später gewonnener Kenntnis und jugendlicher Emotionalität, das Bild einer fragenden und zornigen Generation, die – nicht nur, aber vor allem in Lateinamerika – in den politischen Kampf zog und darin unterging.«

Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur

»Alma Guillermoprieto sieht Kuba mit den Augen einer Künstlerin. Das ist eine seltene Perspektive in der ganze Bibliotheken umfassenden Kuba-Literatur.«

Peter B. Schumann, NDR

»Ungewöhnliche Einblicke. Für Nostalgie ist in »Havanna im Spiegel« kein Platz.«

Knut Henkel, Neue Zürcher Zeitung

»Man erfährt, brillant, sensibel, hellhörig und zugleich ironisch formuliert, viel über die Anfänge des sozialistischen Kuba.«

Volkmar Draeger, Tanznetz