Michael Maar Hexengewisper

Warum Märchen unsterblich sind

Leseprobe Hänsel und Gretel – eine verborgene Geschichte des dreißigjährigen Krieges? Der Entdeckungskünstler Michael Maar hat der Weltliteratur schon manche Geheimnisse abgelauscht, die nur er kennt. Sein dankbares Opfer sind hier Werke, die fast jeder kennt: jene archaischen, aus tiefen, vorzeitlichen Quellen schöpfenden Gebilde, die man Märchen nennt und denen die Gebrüder Grimm ihre wohl­anständig bürgerliche Fassade verpasst haben. Michael Maar zeigt, wo es bei Rotkäppchen und Dornröschen anzüglich wird, warum es unter dem Machandelboom so grausam zugeht, aber auch, was der große Hans Christian Andersen in seine Meerjungfrau hinein geheimnisst hat.


Michael Maar
Hexengewisper
80 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
2. Auflage
Frühjahr 2012
ISBN 978-3-937834-53-5
EUR 20,00


Michael Maar
geboren 1960 in Stuttgart, lebt in Berlin. 1995 erhielt er für eine Arbeit über Thomas Mann den Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für... mehr



Rezensionen:


»Wenn Michael Maar über Literatur schreibt, gibt es immer doppelt zu entdecken: das, was er ausleuchtet, wo andere im Dunkeln tappten, und die Klugkeit und Eleganz seiner Formulierungen.«

Erhard Schütz, Der Freitag

»Michael Maars schlanker Text erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und Letzterklärung, weiß aber den Leser gerade durch seine Kurzweiligkeit und Beiläufigkeit blendend zu unterhalten.«

Klaus Nüchtern, Falter

»In einem schönen Essay fasst Michael Maar zusammen, was an Märchen erstaunlich ist, was über ihre Herkunft bekannt ist oder spekuliert wird, was sie uns sagen wollen und wozu sie gut waren und es immer noch sind. Er tut dies, wie gewohnt bei diesem Autor, auf glänzende Weise.«

Kathrin Meier-Rust, NZZ am Sonntag

»Michael Maar erweist sich nun als scharfsinniger Interpret der Abgründe, die hinter nicht wenigen Märchenfassaden lauern. [...] Ein erhellendes und unterhaltsames Büchlein.«

Kristy Husz, literaturkritik.de

»Mit lakonischem Witz und großer Lust am Entdecken und Enträtseln dieser eigentümlichen Erzählungen widmet [Maar] sich dem verstörenden Gewaltpotential von Märchen.«

Michael Saager, jungle world

»Michael Maar fragt nach Herkunft und Bedeutung [der Märchen], um uns mit einer Reihe von überraschenden, manchmal fantastischen Antworten zu beehren.«

Ulrich Gellermann, rationalgalerie

»Anlässlich des 200. Geburtstags der ersten Ausgabe der Grimmschen Haus- und Kindermärchen liefert Maar eine perfekte kleine Einführung in das Genre. Er schreibt mit Leichtigkeit und Witz [...].«

Kerstin Cornils, PONY Magazin

»Was Märchenerzählungen in sich verbergen, [Michael Maar] will es finden, und er versteht, diese Spurensuche so spannend zu machen, dass man seine […] Abhandlung nicht aus der Hand legt.«

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland