Perry Anderson Nach Atatürk

Die Türken, ihr Staat und Europa

Leseprobe Nicht nur allen Befürwortern eines türkischen EU-Beitritts sei dieses Buch empfohlen. Perry Andersons kritische Beschreibung der Türkei von 1900 bis heute zeigt, welchen Risiken und Versuchungen die türkische Gesellschaft ausgesetzt ist und wie sorglos Europas Politiker damit umgehen. Der autoritäre Staat ist geblieben: Minderheiten gelten als Bedrohung, Demokratie ist mal erlaubt, mal verboten, Nordzypern bleibt besetzt, und überall im Land stehen die Denkmäler der Initiatoren des armenischen Völkermords. Kemals Reformen haben ein modernes Land hervorgebracht, aber den islamischen Konsens nie angetastet. Die Türken sind längst in Europa. Ihr Staat noch nicht.


Perry Anderson
Nach Atatürk
Aus dem Englischen von Joachim Kalka
184 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Frühjahr 2009
ISBN 978-3-937834-31-3
EUR 19,00


Perry Anderson
geboren 1938, lehrt in Los Angeles Geschichte an der University of California. Er ist nicht nur der Verfasser bedeutender Werke zur longue durée... mehr

Joachim Kalka
geboren 1948, lebt als Autor, Kritiker und Übersetzer in Leipzig. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh ihm 1996 für sein... mehr



Rezensionen:


»Endlich bekommen Andersons brillante Essays ihren gebührenden Auftritt in deutscher Sprache.«

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

»Der Historiker und Journalist Perry Anderson beschreibt anschaulich die Entwicklung der Türkei im 20. Jahrhundert, hin zum modernen Land nach Atatürks Reformen sowie die autoritären Staatsstrukturen, die einen Beitritt zur EU erschweren.«

perlentaucher.de