August Strindberg Notizen eines Zweiflers

Schriften aus dem Nachlass

Leseprobe Dass Strindberg ein unruhiger Geist war, ist bekannt. Nicht so bekannt ist seine Neugier auf alles, was zu seiner Zeit modern zu werden begann. Die Notizen dieses Zweiflers, die Renate Bleibtreu aus dem Stockholmer Nachlass zusammengestellt hat und die hier erstmals auf Deutsch erscheinen, sind ein Kompendium seiner Interessen - und der poetischen Kraft dahinter. Strindberg war Avantgardist und auch mit seiner Sinneswahrnehmung der Zeit weit voraus. Dieses durchaus fantastische Buch, in dem Hören und Sehen, Dichtung, Elektrizität, Geographie und Psychologie eine kühne Verbindung eingehen, gibt viele Beispiele von der Art, wie der große Dichter die Welt in sich aufnahm und interpretierte. Nebenbei entsteht eine der Natur abgelauschte innere Geographie Europas an der Schwelle zum modernen Zeitalter.


August Strindberg
Notizen eines Zweiflers
Herausgegeben und übersetzt von Renate Bleibtreu
320 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 134 x 200 mm
Herbst 2011
ISBN 978-3-937834-46-7
EUR 25,00


August Strindberg
geboren 1849 in Stockholm, starb 1912. mehr

Renate Bleibtreu
geboren 1942 in Wien, lebt als Übersetzerin aus dem Schwedischen und Dänischen in Hamburg. mehr



Rezensionen:


»Renate Bleibtreus Edition verdient rückhaltlose Bewunderung. [...] Einleitung und Nachwort verraten eine stupende Kenntnis von Strindbergs Leben und Werk.«

Hansjörg Graf, Neue Zürcher Zeitung

»Die Notizen eines Zweiflers öffnen das Panoptikum eines besessenen Denkers und Poeten, eines unersättlich Wissbegierigen.«

Insa Wilke, Die Zeit

»Ein ganz und gar absonderliches Buch, [...] dessen Lektüre nur empfohlen werden kann.«

Bayerischer Rundfunk

»Ein Band für Spezialisten und Spaßvögel.«

Wolfgang Schneider, FAZ

»Strindberg zeigt sich in diesen Notizen aus dem Nachlass sehr nackt und verletzlich – ein berührender Anblick.«

Robin Detje, Cicero

»Ein im Wortsinn tolles Buch, wie immer bei Berenberg auch toll in der Gestaltung durch das Team um Rainer Groothuis, ein Buch für Liebhaber fixer Ideen, Spleens und poetischer Zauberei und natürlich für Leser, die immer schon Strindberg lesen, um sich besser zu fühlen.«

Gabriele Killert, Deutschlandfunk

»In den ›Blättern aus dem Grünen Sack‹ [...] erweist sich die Imaginationskraft des Dichters. Man merkt, unter welchem Hochdruck sein nervöses Hirn stand.«

Sebastian Fasthuber, Falter

»Bemerkenswert! Das passt gar nicht schlecht zu uns, dieser Geist, der sich irrlichternd selbst heimleuchtet.«

Erhard Schütz, Der Freitag

»Texte, die es in sich haben und den Avantgardisten Strindberg als Menschen ausweisen, der sich zum Beispiel für Elektrizität und Geografie interessierte.«

Heilbronner Stimme

»Kann man zu modern denken? Zu Strindbergs Zeiten, Ende des 19. Jahrhunderts, eindeutig ja. Ein Blick in den Geist des ewigen Skeptikers.«

GQ Gentleman Quarterly