Eliot Weinberger Orangen! Erdnüsse!

Leseprobe Scheinbar entfernteste Dinge zusammenzuführen, zu entziffern und poetisch zu deuten – das ist die geheimnisvolle Kraft von Eliot Weinberger. Alles Wesentliche scheint sich für den geographisch und kulturell weit gereisten New Yorker in der Milchstraße der kulturellen und poetischen Zeichen aus Jahrtausenden zu verbergen und zu offenbaren. Mit dieser neuen Sammlung von Essays führt er das Genre wieder einmal über seine Grenzen hinaus. Weinberger vereint hier seine klassischen, chinesisch lakonischen Pastiches mit brillanten Texten unter anderem zur Fotografie, zur bildenden Kunst, zur Literatur. Etwa über den Dichter Gu Cheng, den exzentrischen Verleger James Laughlin, den Autobiografen George W. Bush und Susan Sontag.


Eliot Weinberger
Orangen! Erdnüsse!
Aus dem Englischen von Peter Torberg
200 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Herbst 2011

ZURZEIT VERGRIFFEN
ISBN 978-3-937834-47-4
EUR 24,00


Eliot Weinberger
geboren 1949 in New York, ist Essayist und Übersetzer der Werke von Octavio Paz, Vicente Huidobro, Bei Dao und anderen. Für seine Edition der... mehr

Peter Torberg
1958 in Dortmund geboren, ist seit 1986 als Übersetzer tätig. Unter anderem hat er Paul Auster, Michael Ondaatje, Mark Twain, Irvine Welsh und... mehr



Rezensionen:


»Wer sich doppelten Espresso nicht nur in physischer, sondern auch in geistiger Form gern zuführt, ist mit diesem Aufklärer und Jongleur gut bedient.«

Manfred Papst, NZZ am Sonntag

»Eine Schatzgrube für fortgeschrittene Leser.«

Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger

»Eliot Weinberger ist ein begnadeter Essayist. [...] Er kompiliert und durch die Art der Anordnung kommentiert sich dieses Material dann ganz von selbst. [...] Eine Einladung zum Selberdenken.«

Michael Schmitt, Deutschlandfunk

»In diesen verdichteten Texten begegnen wir Dingen, die außerhalb unserer Vorstellungskraft liegen.«

Sieglinde Geisel, Neue Zürcher Zeitung

»Weinberger moralisiert nicht, er ist kaum je verwundert, sein Stil bleibt immer glasklar. Aber er erkennt traumwandlerisch die Koordinaten, mit denen sich die Dinge neu ordnen. [...] In manchen seiner Sätze, die erklärungslos wie Monolithe zwischen anderen stehen, stecken ganze Romane. [...] [Einer der Essays handelt von] James Laughlin, den Gründer des New Yorker Verlag New Directions, in dem Weinbergers Essays erscheinen. Man fragt sich, wozu man diesem Verlag mehr gratulieren kann.«

Helmut Böttiger, Die Zeit

»Vielleicht [liest man Weinberger] einfach deshalb [so gern], weil seine Essays der schönste Beweis dafür sind, dass Durchdachtes und konzis Formuliertes Ausdruck individualler Souveränität sind.«

Fabian Granzeuer, FAZ

»Faszinierende, mit der Sensibilität eines Lyrikers und dem Horizont eines Kosmopoliten verfasste Texte, die nicht nur die Grenzen der essayistischen Form, sondern auch die der Sprache neu ausloten.«

Maik Brüggemeyer, Rolling Stone

»Eliot Weinberger lesen ist ungemein belebend. [...] Das ist Weinbergers größtes Verdienst. Er erzeugt Denk-Anomalien, Wahrnehmungs-empfindlichkeiten, bei denen der geistige Alltagstrott, der sich bei regelmäßiger zeitgenössischer Lektüre im Kopf des Lesers zwangsläufig einstellt, ins Stolpern, manchmal sogar ins Tanzen gerät.«

Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur

»[Ein] Essayist, der einen stets aufs Neue verblüfft mit stupenden Kenntnissen in den abseitigen Wissensregionen dieser Welt.«

Frank Schäfer, die tageszeitung

»Dieses Buch ist der Beweis, dass jenseits von Wikipedia noch das wilde Denken lauert.«

Harald Asel, RBB Inforadio

»Weinberger bringt frischen Sauerstoff in die Gehirne.«

Peter Pisa, Kurier

»Ebenso geistreich wie unvoreingenommen, eigenwillig und streitbar holt Weinberger noch aus den fernsten Themen – die Farbe Blau oder chinesische Dichtung der T'ang-Dynastie – anregende Sätze.«

Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

»Faszinierende Essays ... elegant formuliert. ... Ein Buch, das sich als äußerst nahrhaft für kritische Geister entpuppt.«

Thomas Linden, Choices

»[Weinbergers] Essays sind wundersame Fluchten in fremde Welten [...]. Sie stellen entfernte Dinge nebeneinander und formen aus ihnen kuriose kleine Tableaus, sie analysieren und reflektieren dort, wo es geboten ist. Sie folgen einem Menschen oder einem Gegenstand ein Stück weit auf seiner Spur, um ihn dann wieder allein seiner Wege ziehen zu lassen.«

Eva Mackensen, Cult-Zeitung

»Dies ist ein bereicherndes Buch. Jeden einzelnen dieser Essays kann man sich – inhaltlich und sprachlich – quasi auf der Zunge zergehen lassen. Weinberger nimmt einen bei der Hand, weist auf die Reichtümer dieser Welt hin, und ich frage mich, wie kann man die Götter und die Welten nur so beiläufig unter einen Hut bringen?«

Werner Schuster, eselsohren.at

»Einer der brillantesten US-amerikanischen Essayisten. [...] Weinbergers Essays sind Miniaturen, Kunststückchen, Artefakte. Erster Ausweis ihrer Qualität ist ihre Sprache. Die Sätze sitzen. Die Aussagen treffen.«

Dandy-Club