María Sonia Cristoff
Patagonische Gespenster

Reportagen vom Ende der Welt

Leseprobe Für Argentinien, ja, für einen ganzen Kontinent, ist dieses Buch ein perfekter Schlüssel – auch wenn er einen Nebeneingang aufschließt. Er führt in eine Gegend, die nicht erst seit Bruce Chatwin legendäre Berühmtheit erlangt hat, aber immer noch am Ende der Welt liegt: Patagonien. Ein Teil ­dieser Region erlebte vor Jahren einen Ölboom, der längst vorbei ist. Die Überreste gibt es noch. Ihre Bewohner träumen von einer besseren Vergangenheit, einige sind weggegangen, andere wiedergekommen, angeheiratet, ­freiwillig oder weil sie das Leben hierher verschlug, wo einst ein großer Teil der argentinischen Einwanderer an Land ging. Hier, in einer zutiefst argentinischen Landschaft hat María Sonia Cristoff mit ihren wundervollen Reportagen ein Bild des ganzen Landes gezeichnet.


María Sonia Cristoff
Patagonische Gespenster
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen
288 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 134 x 200 mm
2. Auflage
Herbst 2010

ZURZEIT VERGRIFFEN
ISBN 978-3-937834-40-5
EUR 25,00


María Sonia Cristoff
geboren 1965 in Trelew, Patagonien, studierte Literatur in Buenos Aires, wo sie auch heute lebt. Ihre Beiträge erscheinen in verschiedenen... mehr

Peter Kultzen
wurde 1962 in Hamburg geboren und lebt als freier Lektor und Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen in Berlin. 1994 und 2011 erhielt er... mehr



Rezensionen:


»Am liebsten würde man die Autorin direkt ins nächste Flugzeug setzen, um sie von neuen Reisen berichten zu lassen.«

Katrin Ceballos Betancur, Die Zeit

»Herausragend. María Sonia Cristoff ist den Autoren, die Patagonien vor ihr bereist und beschrieben haben, überlegen in der Kenntnis des Landes, in das sie nicht als Fremde fährt, um sich am starken Gefühl der Entgrenzung zu laben, sondern als Heimkehrerin ...
Man kann diese »Reportagen vom Ende der Welt« als perfekte Übungen in literarischer Landeskunde lesen, aber auch als Zyklus von Erzählungen. Spannend und lehrreich sind sie jedenfalls.«

Karl-Markus Gauss, Neue Zürcher Zeitung

»Noch in den mäßigsten Passagen entstehen faszinierende Reportagen aus einer Region, die, das wird rasch deutlich, durch Chatwin, Theroux und andere Reisende noch nicht entfernt in ihrem Potential als Literaturort ausgelotet worden ist. Wo aber die Autorin zu großer Form aufläuft, ..., da liest man »Patagonische Gespenster« wie einen bestechend klugen Essay zum Reisen überhaupt, dessen stille Wucht über seinen eigentlichen Gegenstand hinausweist.«

Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine brillante journalistische Recherche.«

Denis Scheck, ARD Tagesthemen

»María Sonia Cristoff beschreibt in ihren großartigen Texten weniger einen Ort als einen Gemütszustand. Ja, natürlich geht es um Patagonien. Aber diese Geschichten könnten genauso gut an jedem anderen abgeschiedenen Ort der Welt entstanden sein.«

Gerhard Pretting, Österreichischer Rundfunk

»Ein wundervolles Buch mit literarischen Reportagen, vielleicht eines der schönsten aus der Hundertschaft der Neuübersetzungen argentinischer Literatur.«

Sebastian Schoepp, Süddeutsche Zeitung

»[Seit Bruce Chatwin] ist Patagonien endgültig zum geografischen Mythos geworden. Die argentinische Journalistin María Sonia Cristoff sucht indessen nicht nach Geheimnissen: Ihr Blick ist nüchtern, er gilt vor allem den Lebensbedingungen dort, nicht den Fiktionen.«

Katharina Döbler, DeutschlandRadio Kultur

»Reportagen, die zugleich literarische Geschichten oder auch komprimierte Biografien sind, berühren oft die Dimensionen des sozialen Elends, der Einsamkeit oder der Depression.«

Martin Zähringer, Saarländischer Rundfunk

»Patagonien kann man wie María Sonia Cristoff auch durch den Nebeneingang Patagonien betreten. Ihre Reportagen berichten von Menschen am Ende der Welt, die in ihrer Abgeschiedenheit sehr argentinisch ist. Unbedingt lesenswert.«

Buchhändler heute

»Auch das reale Patagonien, das Cristoff portraitiert, ist ein Ort, den es zu erkunden lohnt. Am besten mit diesem Buch im Reisegepäck.«

buchjournal

»Maria Sonia Cristoff hat brillante Reportagen aus den abgelegensten Ecken Argentiniens geschrieben.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Zehn Texte ganz eigener Art sind … entstanden, literarische nonfiction, die Schicksale sichtbar macht und ihnen durch die ruhige, unprätentiöse Erzählweise etwas Exemplarisches verleiht.«

Bettina Hartz, Kultiversum

»Regeln und Maßstäbe ganz eigener Art gelten für María Sonia Cristoffs »Reportagen«, die von Peter Kultzen exzellent ins Deutsche übertragen wurden. ... Zehn Texte von bestechend literarischer Qualität ... die, unterlegt mit Zitaten aus Cristoffs soziologisch-historischer Reiselektüre und eigenen Reflexionen, ein zutiefst eindringliches Bild Patagoniens und darüber hinaus Argentiniens zeichnen.«

Monika Thees, Die Berliner Literaturkritik

»Was Cristoff empfängt, formt sie zu genauen, vertrackten und – Patagonien sei Dank – entlegenen Reportagen.«

Die Welt (Literarische Welt)

»Durch die literarischen, historischen und persönlichen Bezüge geht dieses Buch über gewöhnliche Reportagen weit hinaus.«

Sabine Schönfellner, eselsohren

»Cristoff legt ein eindrucksvolles Talent an den Tag, die Geheimnisse und Lebensgeschichten sowohl der Mitteilsamen als auch jener Menschen, die zunächst völlig unnahbar erscheinen, so geruhsam auszubreiten, dass der Leser beinahe von der ersten Seite an das Gefühl hat, direkt neben ihr zu sitzen und mit zuzuhören und so die ›Patagonischen Gespenster‹ unmittelbar vor dem eigenen Auge aufsteigen sieht.«

Matthias Eichardt, Stadtmagazin 07

»María Sonia Cristoff berichtet in einer klaren, kargen, großartigen Sprache. Man spürt die uferlose Weite, die Hoffnungslosigkeit, den pfeifenden Wind, den Hauch einer Ewigkeit, die niemand zu trösten vermag.«

St. Galler Tagblatt

»Die Reportagesammlung sperrt für Reisende alle Türen nach Argentinien auf. … Ein Buch der Stille, das die Sinne sensibilisiert.«

OÖNachrichten

»Ein Werk mit beeindruckenden Landschaftsbeschreibungen und Reportagen zu den hier lebenden Menschen.«

VB Kurier