Thomas Blubacher
Das Haus am Waldsängerpfad

Wie Fritz Wistens Familie in Berlin die NS-Zeit überlebte

Leseprobe Man kennt die Synchronstimme am Ende von ­»Manche mögen’s heiß«, die aus dem Mund eines liebestollen Millionärs die Worte »Niemand ist ­perfekt« hervornäselt: Das ist Freddy Balthoff. Als jüdischer Schauspieler, schwul und mit Liebhaber in der Wehrmacht, überlebten er und andere die Nazizeit versteckt im Berliner Villenvorort Schlachtensee – in einer Bauhausikone, erbaut von Peter Behrens, eingerichtet von Marcel Breuer, die noch heute dort steht. Sie gehörte dem jüdischen Schauspieler Fritz Wisten und dessen Familie. Wie diese Menschen überlebten, mit Naziprominenz als Nachbarn, welche Zufälle lebensrettend eingriffen, neben einem Reigen feindseliger und hilfreicher Menschen – davon erzählt Thomas Blubacher. Unter der Menge der Geschichten vom Überleben ist dies ein besonders bizarres Kapitel aus dem Berlin der Nazizeit – und eines mit Happy End.


Thomas Blubacher
Das Haus am Waldsängerpfad
192 Seiten · Abbildungen · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Herbst 2020
ISBN 978-3-946334-79-8
EUR 22,00


Thomas Blubacher
1967 in Basel geboren und promovierter Theaterwissenschaftler, ist als freischaffender Autor und als Regisseur für Bühnen in Deutschland,... mehr



Rezensionen:


»Thomas Blubacher reiht in seinem Stolperstein-Buch historische Daten aneinander, dass einem schwindlig wird. Die Fülle an Fakten, Namen, Daten berührt und macht deutlich, dass Geschichte immer und überall sichtbar ist und es auch weiterhin sein muss.«

aus-erlesen.de

»Und jetzt kann man endlich nachlesen, was alles Großartiges und Furchtbares hier geschehen ist.«

Klaus Hillebrand, taz

»Das Buch des Schweizer Autors und Regisseurs Thomas Blubacher gibt das neue Wissen sehr ansprechend weiter.«

Peter Pisa, Kurier

»Dieser Autor (...) erweist sich wieder einmal als Fachmann der deutschen Theatergeschichte voran des 20. Jahrhunderts.«

Renate Wagner, Online Merker

»Eine atemberaubende Lokalgeschichte«

Stefan Berkholz, Der Tagesspiegel