Elisa Diallo Französisch verlernen

Mein Weg nach Deutschland

Leseprobe Wenn es anfängt, weh zu tun, muss man etwas unternehmen: Das fand auch Elisa Diallo, Tochter einer französischen Mutter und eines guineischen Vaters. Aufgewachsen in Frankreich, empörte sie sich zunehmend über die Hartnäckigkeit, mit der die Grande Nation ihren Staatsbürgerinnen und -­bürgern mit Migrationshintergrund immer wieder zu verstehen gab, sie gehörten zwar dazu – aber eben doch nicht ganz. Heute lebt Elisa Diallo in Mannheim, besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und arbeitet in Frankfurt. Wie es zu diesem für eine Französin immer noch radikalem Schritt kam, das erzählt und erklärt sie in diesem wichtigen persönlichen Zeugnis in Zeiten, in denen die Frage »Woher kommst du und wer bist du?« so wichtig und unwichtig wie nie ist.

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Elisa Diallo
Französisch verlernen
Aus dem Französischen von Isabel Kupski
160 Seiten · Klappenbroschur · 120 × 183 mm
Auch als E-Book
Frühjahr 2021
ISBN 978-3-946334-91-0
EUR 14,00


Elisa Diallo
wurde 1976 in Paris geboren. Ihr Vater stammte aus Guinea-Conakry, ihre Mutter aus Frankreich. Sie studierte Geschichtswissenschaft in Paris,... mehr

Isabel Kupski
geboren 1964 in Krefeld, ist Lektorin im S. Fischer Verlag und übersetzt aus dem Französischen, zuletzt »Amours« von Léonor de Récondo (Dörlemann). mehr



Rezensionen:


»Ich lese das Buch, weil ich Elisa sowieso wunderbar finde, aber es ist für mich auch wirklich spannend, mehr über Elisas Erfahrungen als schwarze französische Mutter in Deutschland zu erfahren.«

Sharon Dodua Otoo, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Coup de coeur«

Littéramous

»Ein unprätentiöses Büchlein, das nachdenklicher machen kann als so Vieles, das mit
aggressivem Marktgeschrei aufritt.«

Erhard Schütz, der Freitag

»Interessant dabei ist ihre[Diallos] Perspektive von außen auf ein Land, dass mit Merkels ›Wir schaffen das«‹ zwar kurzzeitig den Anschein historischer Verantwortungsübernahme suggerierte, mit AFD und Pegida aber alles andere als Willkommenskultur buchstabiert.«

Buchkultur

»Diallos Buch ist eine kluge Reflexion, ein sehr persönlicher Diskurs über westliche Gesellschaften und deren soziale Defizite. Die profunde Lebenserfahrung der heute 45-Jährigen in diversen Ländern macht ihre Einschätzungen glaubhaft; dass sie dabei mit eigenen Ängsten und Zweifeln nicht hinterm Berg hält, macht ihren Essay so lesenswert.«

Heinz Gorr, Bayerischer Rundfunk

»Der Ton, den Elisa Diallo anschlägt, ist aber nicht anklagend oder polemisch. Und das macht die Stärke dieses Essays aus, der auch eine bittere Bilanz der postkolonialen Zeit in Frankreich ist. Elisa Diallo erzählt präzise und in eleganter Sprache von ihren eigenen Erfahrungen (...).«

Clarissa Cossais, Deutschlandfunk Kultur

»Zwischen zwei Buchdeckeln vereint Elisa Diallo persönlichen Erfahrungsbericht und politische
Analyse.«

Christian Hoffmann, Lampertheimer, Wormser und Bürstadter Zeitung

»Elisa Diallos Essay ist persönlicher Erfahrungsbericht und politische Analyse zugleich.«

Dina Netz, Deutschlandfunk

»In Diallos Buch geht es aber um viel mehr als nur um den deutsch-französischen Vergleich im Umgang mit Rassismus und Rechtsextremismus. Es ist eine tiefgründige Reflexion über Identität, Zugehörigkeit, Heimat.«

Isabelle Hartmann, BR5

»Auch sagt sie [Diallo], dass sie mit den gängigen Blicken auf Deutschland und Nachbar Frankreich nichts anfangen könne. Aber genau diese beiden Fakten machen das Buch interessant.«

Stefan M. Dettlinger, Mannheimer Morgen