Thomas Sparr Grunewald im Orient

Das deutsch-jüdische Jerusalem

Leseprobe »Von europ. Wald keine Rede, die Bäume vorm Haus und auch wenn man mit Einholekorb umherwandelt in Talbiyeh und Rehavia (das ist das ›vierte Reich‹, sozusagen, wo die deutschen Emigranten sich zu Israelis wandelten), ist es beinahe Dahlemisch«, schreibt Mascha Kaléko aus Jerusalem. Anfang der 1920er Jahre als Gartenstadt angelegt, wurde der Vorort vor allem ab 1933 zum Zentrum der deutschen Juden. Else Lasker-Schüler lebte hier, Gershom Scholem, Martin Buber, und ein lebhafter deutsch-jüdischer Mikrokosmos. ­Idyllisch gelegen, doch mit schwierigem Alltag, lag Rechavia im Fadenkreuz der lange geteilten Stadt; Gegenwart und Vergangenheit der Shoah lasteten auf seinen Bewohnern. Zugleich aber war dies der Ort deutsch-israelischer Annäherung. Thomas Sparr zeichnet in ­diesem Buch das bewegende Bild eines Viertels und der Menschen, die hier lebten.

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Thomas Sparr
Grunewald im Orient
184 Seiten · Abbildungen · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Auch als E-Book erhältlich
Herbst/Winter 2017
ISBN 978-3-946334-32-3
EUR 22,00


Thomas Sparr
studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg, Marburg und Paris und war an der Hebräischen Universität in Jerusalem und am dortigen... mehr



Rezensionen:


»Thomas Sparr hat diesem ›Grunewald im Orient‹ ein schönes Buch gewidmet.«

Alan Posener, Die Welt

»Eine spannende Zeitreise (...)«

annerose-kirchner.de

»Ein mit großen und kleinen Geschichten gefülltes, sehr lesenswertes Buch.«

Bettina Hatz, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Eine bezaubernde Monographie«

Christophe Markiesch, die Kirche

»Sie werden das Buch bis zu letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen.«

Cilly Kugelmann

»Sparrs sensible essayistische Beschreibungen lassen eine einzigartige, geistige Welt wieder auferstehen und regen zu vielen weiteren Lektüren an.«

Evelyn Adunka, Illustrierte Neue Welt

»Sparrs Buch ist die Pforte in diesen Garten des deutschen jüdischen Humanismus. Der ›geistigen Lebensform‹ seiner Vertreter hat er eine einnehmende Beschreibung gewidmet.«

Jochen Stahnke, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Sparrs Sätze sind kurz und nüchtern. Seine Bilder von Rechavia und den Lebensläufen von Scholem, Kraft und anderen prägen sich allerdings tief ein.«

Jörg Später, Badische Zeitung

»Es ist ein großartiger, aber auch wehmütiger Blick, an dem uns Sparr teilhaben lässt.«

Klaus Hillebrand, taz

»(...) ein melancholisches, manchmal rührendes, manchmal auch schmerzhaftes Buch.«

mdr

»(...) ein anschauliches und bewegendes Bild des Stadtteils und der Menschen (...)«

neues deutschland

»(...) ein unaufdringliches, trauriges und versöhnliches Buch.«

Petra Fiedler, Fürther Nachrichten

»Ob bekannt oder nicht, jede einzelne Geschichte von Thomas Sparr über einen legendären Bewohner des Viertels ist bereichernd und berührend zu lesen.«

Ruth Justen, www.ruthjusten.de

»Für zeitgeschichtlich Interessierte sehr zu empfehlen!«

Susanne Alge, Vorarlberger Nachrichten