María José Ferrada Kramp

Roman

Leseprobe »Eine einzige Schraube, die nicht ordentlich festsitzt, kann das Ende der Welt herbeiführen.«

Mit Entschlusskraft und dem richtigen Anzug ist alles möglich – selbst als Vertreter für Eisenwaren (Marke Kramp!) in Chile Anfang der 80er Jahre. Und weil Kinderaugen auch Schraubenhändlerherzen schmelzen lassen, nimmt der Vater kurzerhand seine siebenjährige Tochter auf Verkaufstour mit. Die Kleine genießt ihre »Parallelerziehung« auf der Straße, und alles könnte für immer so weitergehen, wenn, ja wenn diese Geschichte nicht zu Chiles schlimmsten Zeiten spielte. So aber findet dieses Vater-Tochter-Roadmovie à la Paper Moon ein jähes Ende – und damit auch eine Kindheit, die doch so munter glänzen sollte wie ein Fuchsschwanz der Marke Kramp.

»Herausragend.«
The New York Times Book Review

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María José Ferrada
Kramp
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen
132 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 134 × 200 mm
Auch als E-Book erhältlich
Herbst 2021
ISBN 978-3-949203-08-4
EUR 22,00


María José Ferrada
geboren 1977 in Chile, ist Journalistin und Autorin. Sie hat über dreißig Kinderbücher verfasst, die in viele Sprachen übersetzt wurden. »Kramp«... mehr

Peter Kultzen
wurde 1962 in Hamburg geboren und lebt als freier Lektor und Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen in Berlin. 1994 und 2011 erhielt er... mehr



Rezensionen:


»›Kramp‹, dieser schlanke Roman, ist große Literatur.«

Tobias Wenzel, WDR

»Sie werden sehen: Auch Sie erliegen dem Charme dieses ausgebufften Vater-Tochter-Gespanns im Nu – die Frage ist nur, ob schon auf der ersten oder erst auf der zweiten Seite.«

Buchhandlung Anna Jeller

»Ein großartiges kleines Buch, das ein Mädchenleben in einer brutalen Diktatur konsequent perspektivisch erzählt – und dabei gleichzeitig witzig und ungeheuer ernsthaft ist.«

Frauen*Solidarität

»ein ebenso komisches wie existenziell forderndes Roadmovie«

Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Nicht nur diese Szenen, in denen kindliches Verwundern auf das Unbegreifliche von Gewalttaten trifft, geben Ferradas Erzählung eine fesselnde, melancholische Tiefe. Da sie in scheinbarem Widerspruch zu der oft humorvollen und fast unbekümmerten Leichtigkeit der Sprache steht, wird der Roman zu einer faszinierenden Lektüre. Nicht von ungefähr wurde ›Kramp‹ in der hervorragenden Übersetzung von Peter Kultzen in diesem Herbst auf Platz 1 der ›Litprom-Bestenliste Weltempfänger‹ gewählt.«

Martin Grzimek, SWR2

»›Kramp‹ ist eine präzis erzählte Coming-of-Age-Geschichte, in der Gewissheiten zerbrechen und Glaubenssätze ihren eigentlichen Kern offenbaren.«

Valentin Schönherr, südlink

»Sehr kunstvoll, sehr poetisch und sehr dezent«

Neue Rundschau

»Eine feine subtile Novelle«

Sabine Ibing Literaturblog

»Sehr kunstvoll, sehr poetisch und sehr dezent erzählt die 1977 geborene Maria José Ferrada aus dem Chile des Augusto Pinochet.«

Thekla Dannenberg, Perlentaucher

»Was ist das für ein merk-würdiges und ver-rücktes Buch. Mit derart viel Essenz auf gerade mal knapp 130 Seiten, die auch noch großzügig gesetzt sind.«

Ulrich Noller, Noller liest

»Ein ›kleines‹ Buch, das für große Aufmerksamkeit sorgt: Die Chilenin María José Ferrada, eine renommierte Jugendbuchautorin, arbeitet in ihrem Erwachsenendebüt die chilenische Zeitgeschichte mit besonderen Mitteln auf.«

WDR5

»Sie [die Tochter] ist zugleich auch die kecke Erzählerin dieses launigen, ja lustigen Prosa-Experiments, in dem das diktatorische Chile der 80er Jahre den Hintergrund bildet – weshalb der Vater dann prompt in Gefahr gerät . . . Dinge, die sich der Leser aus der naiven Frosch-Perspektive der Tochter aber schon selbst erschließen muss, und das ist der Reiz daran.«

Wolf Ebersberger, Nürnberger Nachrichten

»Ein bibliophiles Kleinod, das stimmig die kindliche Perspektive einnimmt und von Geborgenheit und Schrecken erzählt.«

www.buch-haltung.com

»Äußerst verdient steht dieser Roman auf der diesjährigen ›Hotlist‹ und sollte María José Ferrada gewinnen, wäre ich absolut einverstanden! Ein überzeugender Roman, der mich tief beeindruckt und berührt hat.«

Frank Menden

»Der Roman wurde von Peter Kultzen brillant übersetzt. Er trifft den kindlichen Ton, der an keiner Stelle ins kindische abgleitet, sehr genau und überträgt die Gedanken und das Lebensgefühl des Mädchens auf eine Weise ins Deutsche, dass das Lesen des Romans die pure Freude ist.«

gute-literatur-meine-empfehlung.de

»Die Kinderaugen erweichen unwirsche Käufer, durchschauen aber gleichzeitig die Welt der Erwachsenen glasklar.«

lesenohnegrenzen

»Mit wenigen Worten charakterisiert María José Ferrada ein wackeliges Vater-Tochter-Verhältnis, das zeigt, dass nicht nur Gewalt die Welt erschüttert.«

Christina Vetorazzi, 20er – Die Tiroler Straßenzeitung

»Ein außergewöhnliches Buch und abermals eine echte Preziose, die der Berenberg Verlag uns da präsentiert. Und ein großes Lob auch an Übersetzer Peter Kultzen, der diesen Roman aus dem Spanischen ins Deutsche übertrug.«

Marius Müller, BUCH-HALTUNG

»Ferradas schlanker Roman ist einfach und komplex, vermag heiter und traurig zu machen. Wer ihn liest, kann nicht enttäuscht werden.«

Roland Gutsch, Nordkurier

»›Kramp‹ ist eines dieser Bücher, bei denen man erst gegen Ende merkt, wie raffiniert sie gebaut sind und wie geschickt sie uns bestimmte Themen untergejubelt haben. Es wirkt zunächst wie eine launige Posse, eine Wiederbelebung des magischen Realismus mit einem Schuss Oulipo, wird aber letztendlich zu einem Text, der Grundsätzliches dort verhandelt hat, wo man als Leser*in davon überzeugt war, dass er sich exzentrisch seinen Themen auslieferte.«

Timo Brandt, WörtersindIdeen

»Eine toll erzählte Geschichte, die seinesgleichen sucht - schaut man doch sozusagen aus den Augen eines Kindes in die grausame Welt der Diktatur, die sich einem erst im laufe des Romans erschließt - ebenso wie der kleinen m… man sollte bei der Bewertung dieses Romans im Kramp-Vokabular verharren: Hammer!«

Tobias Bruns, Philosophenstreik

»›Kramp‹ ist ein wunderbar poetisches und phantasievolles Buch über eine innige Vater-Tochter-Beziehung und die spezielle Welt der reisenden Vertreter.«

Tobias Wenzel, Deutschlandfunk Kultur

»›Kramp‹ ist ein Roman über das Verschwinden überhaupt. Auch über das Verschwinden von Menschen während der chilenischen Diktatur. Und so bekommt das Buch, das so spielerisch leicht beginnt, am Ende einen schwereren Ton. Ein herausragender Roman, angestoßen durch Verkäufer, ohne die María José Ferrada heute vielleicht keine Schriftstellerin wäre.«

Tobias Wenzel, Ö1