Christine Wunnicke Nagasaki, ca. 1642

Novelle

Leseprobe Was macht ein berühmter Krieger in Friedens­zeiten? Samurai Seki Keijiro hat sich aufs Land zurückgezogen und langweilt sich kolossal im Kreise seiner Familie. Doch als er hört, dass vor Nagasaki ein Schiff der Niederländischen Ostindien-­Kompanie erwartet wird, erwacht er zu neuem Leben. Denn da war noch etwas: eine ungeklärte ­Episode ­seines Kriegerlebens. Seki heuert als Inspektor der Handels­nieder­lassung an und bekommt es mit dem jungen Niederländer Abel van Rheenen zu tun, der auf dem Schiff als »Dolmetsch« reist, zu viel redet und darüber hinaus die japanische Seele erkunden will … Auf ihre eigene unnachahm­liche Weise, atmosphärisch dicht, fein gezeichnet und pointen­sicher, erzählt Christine Wunnicke diese Geschichte einer Verführung nach allen Regeln der Kriegskunst.


Christine Wunnicke
Nagasaki, ca. 1642
112 Seiten · Klappenbroschur · 120 × 183 mm
Auch als E-Book
Frühjahr 2020
ISBN 978-3-946334-70-5
EUR 14,00


Christine Wunnicke
geboren 1966, lebt in München. Sie schreibt Hörspiele, biografische Literatur und Romane. 2002 erhielt sie für ihre Biografie des Kas­tratensängers... mehr



Rezensionen:


»Die Bücher von Christine Wunnicke sind feine Perlen. Man liest ihre Geschichten nicht einfach nur, man taucht ein in pastellfarbene, wildromantische Abenteuerwelten, die man nur ungern wieder verlässt. Und auch ein zarter Humor ist Teil von ihnen. Nach jedem Buch, das man von ihr gelesen hat, wünscht man sich prompt das Nächste.«

Claudia Zawadil, city-flyer

»Wunnicke erzählt das wie auf einer Zeichnung auf dünnem, edlem Papier, zart und wendungsreich und mit viel Weißraum. (...) Während sich unerwartet eine geradezu atemberaubende Spannung einstellt, gilt es also doch (...) äußerst aufmerksam zu bleiben.«

Judith v. Sternburg, Frankfurter Rundschau

»Das ist erfreulich, fällt doch die (...) Autorin mit ihrem eigentümlich
schwingenden, ironisch gebrochenen Tonfall, ihrem manchmal drastischen Sinn für Komik und Exotik sowie ihrer Lust an Sprachverwicklungen aus dem Rahmen der zeitgenössisch gängigen, eher kurzatmigen Literatur.«

Gabriele Weingartner, Die Rheinlandpfalz

»(...) Darum, um diese ›unerhörte Begebenheit‹, um die sich eine Novelle zu drehen hat, entwickelt Christine Wunnicke ihre zauberhafte Geschichte.«

gute-literatur-meine-empfehlung.de

»In Wunnickes amüsant zu lesender Novelle steckt eine kundige und gehaltvolle Auseinandersetzung mit der erwartungsgemäß nicht reibungsfrei vonstatten gehenden Begegnung zweier Kulturen, die in Denken und Fühlen kaum gegensätzlicher sein könnten.«

Marcus Neuert, Fixpoetry

»Die Münchnerin (Wunnicke) hat ein Gespür für hintersinnige Stoffe. Oft ist sie übernatürlich, und dann ist sie auch übernatürlich gut.«

Peter Pisa, Kurier

»Ein sehr originelles Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft, in dem das Aufeinanderprallen zweier Kulturen in sehr amüsanter Weise erzählt wird. Pointe folgt auf Pointe. Fettnapf folgt auf Fettnapf. Man kommt aus dem Grinsen nicht mehr raus.«

Renie's Lesetagebuch

»Eine an Pointen reiche, lesenswerte Geschichte.«

wallos-kulturschock.de

»Christine Wunnicke hat bekanntlich ein Händchen für ungewöhnliche Erzählstoffe. Dieser hier lässt einen erfrischt und verwundert zurück.«

Isabell Schirra, Süddeutsche Zeitung

»Christine Wunnicke erweckt in ihrer Novelle ein Land zu einer Zeit, von dem und aus der wir so gut wie gar nichts wissen. Alles Fiktion, aber der unbeirrbare Schreibstil lässt eine Welt erstehen, die so nah und so greifbar erscheint, dass man jedes Wort für gegeben annimmt.«

aus-erlesen.de

»Wer (…) nach historischen fein erzähltem Stoff abseits der normalen historischen Romane sucht, sollte unbedingt einen Blick in diese Novelle werfen.«

japanliteratur.net