Marc Degens Selfie ohne Selbst

Leseprobe Dass Herr Rutschky in seinen Tage­büchern nicht über Susan Sontag schreibt, sondern über ihn, und nicht einmal schmeichelhaft, das ist für Marc Degens Ausgangspunkt für ein virtuoses Stück Autofiktion. Sein ­Bericht über ein Stück höfische Kultur im 21. Jahrhundert und was sie anrichten kann, hat es ­in sich. Wie das eigene Leben von den hierarchischen Zufällen in einem eifersüchtig umtanzten Intellektuellen-Zirkel hin und her geworfen wird und welche Kollateral­schäden dabei drohen, diese überaus ernsthafte komische Geschichte wurde so noch nie erzählt.


Marc Degens
Selfie ohne Selbst
88 Seiten · flexibler Leinenband · fadengeheftet · 125 × 188 mm
Auch als E-Book erhältlich
Frühjahr 2022
ISBN 978-3-949203-26-8
EUR 18,00


Marc Degens
geboren 1971 in Essen, ist Schriftsteller und Autor von vier Romanen. Zuletzt erschienen von ihm seine kanadischen Aufzeichnungen Toronto (2020,... mehr



Rezensionen:


»Das Schöne an ›Selfie ohne Selbst‹ ist nun aber, dass es gerade kein kleinkarierter Stellenkommentar (›Hier irrt Rutschky!‹) oder gar eine Abrechnung aus enttäuschter Liebe geworden ist, sondern viel mehr.«

Frank Schäfer, taz

»›Selfie ohne Selbst‹ bereitet - obwohl der Autor viel hadert und trauert - Freude, weil Degens, der mit seinem unprätentiösen Stil das Spektakel im Unspektakulären sucht, eine große Alltagslust weckt.«

Ulrich Thiele, Szene Hamburg

»Das Selfie ohne Selbst ist an keiner Stelle ohne (Selbst-)Reflexion, und das macht den Rang dieses großen kleinen Buches aus.«

Jochen Schimmang, Frankfurter Allgemeine Zeitug

»›Selfie ohne Selbst‹ mag als Schlüsseltext für jene missverstanden werden, die meinen, dabei gewesen zu sein. In Wahrheit aber fragt es nach der schriftstellerischen Wahrhaftigkeit gegenüber dem eigenen Leben.«

Harry Nutt, Berliner Zeitung

»Degens' Buch ist eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem verehrten Vorbild [Rutschky] und mit sich selbst, mit den widersprüchlichen Gefühlen und der Verletztheit.«

Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger

»Die Noblesse, mit der Marc Degens einen Verrat protokolliert, ist bemerkenswert, ebenso die traurige Verwunderung dieser Seiten.«

Im Dickicht (Blog)