Julio Cortázar Unerwartete Nachrichten

Leseprobe Ein vergessener Autor? Julio Cortázar? Das ­wollen wir doch mal sehen. Vielleicht sollte man erstmal dieses Buch lesen. Es versammelt unerwartete Nach­richten aus dem Nachlass eines Autors, den seine Fantasie und Experimentierfreudigkeit auf den Parnass der modernen lateinamerikanischen ­Klassiker katapultierte. Michi Strausfeld, die ihn noch gut gekannt hat, erinnert mit dieser Auswahl von ­Briefen, Skizzen, Artikeln, Capriccios und nachgelassenen Erzählungen daran, dass dieser ebenso ­verschmitzte, überwältigend charmante und tiefsinnige ­Erfinder von ebenso geschliffenen wie fantastischen Geschich­ten aus gutem Grund für so viele junge Autorinnen und Autoren ein Vorbild geworden ist, nicht nur in Lateinamerika. Christian Hansen, einer seiner kenntnisreichsten Fans, hat die Texte für diese umfassende Anthologie eines Argentiniers, den die ganze Welt mochte, übersetzt.

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Julio Cortázar
Unerwartete Nachrichten
Aus dem Spanischen von Christian Hansen
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Michi Strausfeld
264 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 134 × 200 mm
Auch als E-Book erhältlich
Frühjahr 2022
Erscheint am 10. Mai 2022
ISBN 978-3-949203-25-1
EUR 25,00


Julio Cortázar
geboren 1914 in Brüssel, starb 1984 in Paris. Sein Gesamtwerk – Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Lyrik und Kurzprosa – weist ihn als einen der... mehr

Christian Hansen
Christian Hansen, 1962 in Köln geboren, lebt in Berlin und Madrid und übersetzt – nach Abstechern in Schauspielerei und Zeitungsredaktion –... mehr

Michi Strausfeld
Hispanistin, Anglistin, Romanistin, lebt in Berlin und Barcelona. Zuletzt erschien von ihr ­»Gelbe Schmetterlinge und die Herren Diktatoren.... mehr



Rezensionen:


»(…) eine unerhört anregende Mischung aus hochliterarischer und politisch reflektierender Prosa. Es entsteht das Bild eines weltläufigen Literaten, der in Buenos Aires ebenso zu Hause ist wie in Paris, in Neu-Delhi wie in Istanbul, London, Madrid oder Mexiko-Stadt. Der Band ist eine Aufforderung, das reichhaltige Werk dieses genialen Sprachjongleurs Julio Cortázar intensiver und wieder zu entdecken.«

Dirk Fuhrig, WDR3

»Die verstreuten Texte aus dem Nachlass sind Ansporn, um Cortázar (gest. 1984) nicht zu
vergessen, sondern mit ihm zu leben.«

Kurier

»Man stelle sich eine Streichholzschachtel vor, die nicht bloß sechs Seiten und zwei Streichflächen hat, sondern, sagen wir, 80 Seiten und 80 Zündflächen. Ungefähr so ist dieses Buch: Egal, wo man es aufschlägt, erzeugt der Leseblick Ideenzündungen. Zudem entfesselt die magische Schachtel bei jeder Streichholzreibung die aufregendsten Aromen.«

Peter Kümmel, Die Zeit

»Eine funkelnde Fundgrube.«

Wolf Ebersberger, Nürnberger Nachrichten

»Wer den in Brüssel geborenen, in Buenos Aires aufgewachsenen, in der argentinischen Provinz als Lehrer fast versauerten, durch ein Stipendium vor dem Peronismus nach Brüssel geflohenen, als UNESCO-Übersetzer in Paris literarisch aufgeblühten, von Francois Mitterand zum Franzosen gemachten Autor bisher schon kannte, schätzte, gar liebte -: der wird nun diese ›Unerwarteten Nachrichten‹ als postume literarische Geschenke freudig willkommen heißen.«

Wolfram Schütte, Glanz & Elend

»Ein Fest für Liebhaber des Phantastischen«

Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine lebenslustige, anspruchsvolle und stimulierende Lektüre.«

Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur

»Michi Strausfeld, in Deutschland stetig um lateinamerikanische Literatur bemüht, hat ›Unerwartete Nachrichten‹ herausgegeben und mit einem aufschlussreichen Nachwort versehen. Sie kennt Cortázars Anspruch auf eine gute Geschichte, nämlich ›den Sieg durch K.-o.-Schlag, denn Romane siegen immer nur nach Punkten‹.«

Konrad Holzer, Buchkultur

»Es gibt interessante Briefe zur Entstehung seines experimentellen Jahrhundertromans ›Rayuela‹ (1963), aber auch fragwürdige Reflexionen aus der Zeit nach seiner politischen Radikalisierung Mitte der 60erJahre. Allzu einfache Erklärungen sind dem Wunder der unerklärbaren Welt eher abträglich.«

Richard Kämmerlings, Literarische Welt