Matthias Bormuth
Zur Situation der Couchecke

Martin Warnke in seiner Zeit

Leseprobe Der Kunst- und Kulturhistoriker Martin Warnke – geboren und aufgewachsen in Brasilien – ­gehörte zu den intellektuell prägenden Figuren der späteren Bundes­republik. Als Aufklärer pochte er im Namen des Individuums auf die Auto­nomie der Kunst und las Karl Marx gegen den Strich; mit Meistern wie Rubens, Lucas Cranach, Velázquez oder Goya spürte er künstlerischen Taktiken im Umgang mit einer heiklen Wirklichkeit nach. Matthias Bormuth porträtiert Martin Warnke entlang seines einflussreichen Werks, aber auch anhand von persönlichen Briefen und Notizen. Und wie sich zeigt, lebt auch der Wissenschaftler von der Kunst des Verhüllens, die – wie im Gemälde – herausfordert, implizite Botschaften zu erkennen.

»Martin Warnke war ein ungeheuer ­empfind­samer Mensch, der selbst in jenem ›Denkraum der ­Besonnenheit‹ lebte, den Aby M. Warburg als ­Bedingung aller Kultur bestimmt hatte.«
Horst Bredekamp, Süddeutsche Zeitung


Matthias Bormuth
Zur Situation der Couchecke
224 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 134 × 200 mm
Auch als E-Book erhältlich
Herbst 2022
Erscheint am 13. Dezember 2022
ISBN 978-3-949203-24-4
EUR 25,00


Matthias Bormuth
geboren 1963, studierte in Marburg und Göttingen Humanmedizin und promovierte über Karl Jaspers. Er ist Inhaber der Heisenberg-Professur für... mehr