Das Cover von Die Gouvernanten
Anne Serre
Die Gouvernanten
Roman

Sie sind zu dritt, und in dieser abgeschiedenen Villa hinter hohen Bäumen sind sie die Königinnen: die Gouvernanten. Auf die Erziehung der ihnen anvertrauten Jungen geben sie wenig, lieber lassen sie sich melancholisch durch die hellen Tage treiben. Manchmal zieht es sie zum goldenen Tor, das ihr Reich begrenzt, wo sich, wild vor Verlangen, die Männer drängeln. Erhört werden sie alle nicht, denn hier stellen die Gouvernanten die Regeln auf. Verliert sich aber ein Fremder in den Garten, gehen sie wie im Rausch auf die Jagd, richten den Ahnungslosen unerbittlich zu, mit Küssen und mit Bissen. Und all das vor den Augen des Nachbarn, der die angebeteten Frauen mit seinem Fernrohr auf Schritt und Tritt verfolgt … Mit Eleganz und dunkler Sinnlichkeit, und durchaus mit subtiler Komik, erzählt Anne Serre in diesem fantastischen Märchen von der Macht der Blicke und von weiblichem Begehren.

Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky
Originaltitel: Les gouvernantes
96 Seiten ˑ Halbleinen ˑ fadengeheftet ˑ 134 x 200 mm
Auch als e-Book erhältlich
ISBN: 978-3-949203-67-1
Autorin

Anne Serre

Anne Serre, geboren 1960 in Bordeaux, hat seit ihrem Romandebüt 1992 sechzehn Romane und Bände mit Kurzgeschichten veröffentlicht. Für »Im Herzen eines goldenen Sommers«, ihre erste Veröffentlichung auf Deutsch, erhielt sie 2020 den Prix Goncourt de la Nouvelle. Zuletzt erschien auf Deutsch bei Berenberg der Roman »Die Gouvernanten« (2023).

Mehr
Übersetzerin

Patricia Klobusiczky

Patricia Klobusiczky übersetzt aus dem Französischen und Englischen, u. a. Werke von Louise de Vilmorin, Sophie Divry, Valérie Zenatti, William Boyd und Petina Gappah.

Mehr
EUR 22,00

Rezensionen

»Uiuiui … diese Gouvernanten haben es faustdick hinter den Ohren und unter ihren langen, schwingenden Röcken! Ich bin gestern hindurchgeflogen, werde das in den nächsten Tagen gleich noch einmal tun und dann darüber berichten.«

ANDREA.LIESTUNDLIEST | STORY (INSTAGRAM)

»(...) präzise und scharf, lustvoll, originell und konsequent. Konnte es gar nicht weglegen, es ist so gut erzählt.«

TOBIBORNS (INSTAGRAM)

»Eine märchenhafte, skurrile, lustige und erotisch aufgeladene Novelle über Blicke und die Macht der Verführung.«

FELIX MÜLLER, BERLINER MORGENPOST

»In märchenhafter Atmosphäre beschwört Anne Serre das weibliche Begehren und seine emotionalen Wechselbäder.«

ALEXANDRA HÖFLE, BUCHKULTUR

»Ein Märchen über die Macht der Blicke und das weibliche Begehren, über Träume und Sehnsüchte - erotisch, knisternd, sinnlich, poetisch und melancholisch. Leseempfehlung!«

MARIE.FALOU (INSTAGRAM)

»Anne Serre inszeniert mit Eleganz und Heiterkeit einen ungewöhnlichen Blick auf weibliches Begehren. Sie dreht in einem sinnlichen Buch die Verhältnisse und die Perspektiven um.«

SWR2 BESTENLISTE

»(...) bin völlig begeistert. Ganz große Anne Serre-Liebe!«

ANDREA MARTHA PILGRIM (INSTAGRAM)

»Das Buch ist eine interessante Mischung aus Erotik, Märchen, Surrealismus und Psychodrama. Empfehlen würde ich das Buch allen, die sich auf ein unkonventionelles Leseerlebnis einlassen möchten und Lust auf einen eher experimentellen Ansatz haben.«

BUCH_MEER (INSTAGRAM)

»Für mich war das Lesen dieses Buches sehr ungewöhnlich. Die drei Frauen Eleonore, Ines, Laura lassen sich treiben und leben sich sexuell aus. Die drei Protagonisten kann man nicht so richtig fassen. Es ist eine Schilderung von der Macht der Blicke und von weiblichem Begehren. Empfehlenswert.«

JÜRG KAISER, WWW.ORELLFUESSLI.CH / WWW. WELTBILD.DE / WWW.BUCHHAUS.CH

»Wild, ein bisschen surreal, dann wieder ziemlich lustig: Nicht einmal 100 Seiten dick ist das neue Buch der 1960 in Bordeaux geborenen französischen Schriftstellerin Anne Serre. 2020 wurde sie für ihren Roman ›Im Herzen eines goldenen Sommers‹ mit dem Prix Goncourt de la nouvelle ausgezeichnet. Nun erzählt sie in einer atmosphärisch packenden Sprache, die Patricia Klobusiczky ins Deutsche übertragen hat, eine wundersam schwebende Geschichte.«

GREGOR DOTZAUER, SWR KULTUR

»Es ließ sich viel finden in diesen gehaltvollen 80 Seiten.«

kata_____lovic (INSTAGRAM)

»Und so hallt sie nach diese Geschichte, die auch äußerlich in einer zauberhaften Gestaltung daherkommt.«

Anke Schmeier (Instagram)

»Dem Spürsinn des Berenberg-Verlags und der Übersetzerin Patricia Klobusiczky ist es zu verdanken, dass ›Die Gouvernanten‹ nun wie ein Ufo vom anderen Stern mitten in der deutschen Gegenwart des Jahres 2023 landen. (…) Eine gewisse Ausgelassenheit schwebt über ihrem Stil, der sich den Künsten der Formalisierung und des Minimalismus verdankt. (…) Anne Serre ist eine veritable Entdeckung.«

MAIKE FESSMANN, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»›Die Gouvernanten‹ von Anne Serre ist ein sinnliches, herrliches Lesevergnügen mit starken, fantastischen Bildern und skurrilen Figuren, eine Mischung aus griechischen Mythen und fantastischem Märchen mit eigensinnigen, weiblichen Figuren.«

BUCHHANDLUNG BELLINI (INSTGRAM)

»Erfrischend! Eine sehr kurzweilige Mischung aus dunklem Märchen mit mythologischen Zügen und surrealem over the top Vergnügen à la Marie Antoinette.«

MELODRAM (INSTAGRAM)

»Mit welcher Fülle an Einfällen Anne Serre diese fantastische Welt durchquert und in Bewegung hält, hat etwas Zauberisches und Zirzensisches […]. ›Die Gouvernanten‹ sind das Kabinettstück der Saison.«

GREGOR DOTZAUER, TAGESSPIEGEL

»In ihrem kunstvollen Roman über die Macht der Blicke entzieht sie die Figuren konsequent dem unseren. Es bleibt das Staunen über eine fantastische Metamorphose - und die poetische Gabe der Erzählerin Anne Serre.«

SIGRID BRINKMANN, BÜCHERMARKT DES DLF

»Anne Serre schreibt lust- und fantasievoll über das Gesehen- und Begehrtwerden. Und obwohl das Werk mit 92 Seiten recht schmal ist, entwickelt es zwischen Naturmystik und Sinnlichkeit einen beachtlichen Lesesog. Große Leseempfehlung!
«

co_winterstein (Instagram)

»Diese Novelle ist humorvoll, fantastisch, surreal und hat eine wunderbare bildhafte Sprache.«

frau_fussi (Instagram)

»Keine hundert Seiten taktschlagend märchenhaft, mythologisch vollgesogen, satt und sinnlich in der Bildstärke, zeitlos unverortet, unbestimmt surreal. Anne Serre fokussiert Weiblichkeit durchschattiert in Nuancen, ja, auch mit Augenzwinkern, das klingt schon an in der Verzerrung dieser eigentlich streng wachenden Berufsgruppe. Die zugehörigen Blickdynamiken durchaus vielfältig und die Sprache fein in beschwingter Wortgewalt - ein großes und doch kurzweiliges, auch im Lesen lustvolles Erzählen. Zauberhaft sinnreich«

MELANIE SNIGULA (INSTAGRAM)

»Ein kleine Lustspiel mit dezenter Komik, ästhetischer Erotik und dem ein oder anderen Seitenhieb auf unsere Gesellschaft, die sich allzu leicht verführen lässt.«

KATJA DIRMEIER, LOVELYBOOKS

»Lesen Sie einfach dieses kleine und wunderschön irritierende Buch von Anne Serre. Es sind nur knapp 100 Seiten, aber die sind prall gefüllt.«

KRONBERGER BOTE

»Nach der Lektüre kehre ich mit roten Wangen und glühenden Augen in die Gegenwart zurück, denke wieder einmal: Wie großartig ist die Welt der Literatur!? Was kann sie auf wenigen Seiten für Filme erzeugen?! Dass dieser Roman in Hollywood gerade verfilmt wird, verwundert mich daher überhaupt nicht. Nabokov hätte das sicherlich auch gefallen.«

SIMONE FINKENWIRT, WWW.STORIES-HAMBURG.DE

»Ein raffiniertes allegorisches Spiel mit sanftem Humor, in dem sich weibliche Lust, Begierde und Freiheit entfalten und das patriachale Korsett mit nymphengleicher Leichtigkeit sprengen, untermalt mit orchestraler Musik. Ein Genuss. Grandios übersetzt«

MARTINA LISA, KREUZER

»Ich wollte nichts verpassen, kein Detail sollte an mir vorbeigehen«

pinkies_gutenachtgeschichten (Instagram)

»Anne Serre hat ein Märchen von der Macht der Blicke und von weiblichen Begehren erschaffen, das mich ab der ersten Seite in den Bann gezogen hat.«

cule.jule (Instagram)

»Anne Serre erschafft auch in ›Die Gouvernanten‹ wieder diese düstere Stimmung, diese dunkle Spannung, aber auch ein surreales Lustigmachen über unseren Blick auf die Weiblichkeit. Was mir besonders gefallen hat. Denn dieser Blick auf die weibliche Lust räumt bei gewissen Klischees auf. Stößt damit vor den Kopf. Macht aber auch nachdenklich. Ein interessantes Buch! Besonders für Frauen, die unsere Stellung in unserer Gesellschaft hinterfragen! Lesen!«

Renee von Booquinia (Instagram)

»Ein kleine Lustspiel mit dezenter Komik, ästhetischer Erotik und dem ein oder anderen Seitenhieb auf unsere Gesellschaft, die sich allzu leicht verführen lässt.«

KATJA DIRMEIER

»Voller Leichtigkeit, dabei subtil und surreal verschafft sie [Serre] der weiblichen Lust und der Selbstermächtigung der jungen Frauen einen Raum, der literarisch ausgestaltet wird. Das Besondere der bereits 1992 auf Französisch erschienenen Erzählung ist die sprachlichen Verknappung. Eine Verfilmung ist bereits geplant. Empfohlen.«

GABRIELE FACHINGER, EKZ

»Der Roman hat viel von einem barocken Gemälde, aber mit starkem surrealistischen Einschlag. Er ist sehr einnehmend, spielt mit den Leser:innen, entführt sie in eine fantastische Welt, feiert die Sinnlichkeit. Das Ende ist eine große Überraschung. Eine Verwandlung, wie im richtigen Märchen.«

PETRA LOHRMANN, WWW.GUTE-LITERATUR-MEINE-EMPFEHLUNG.DE

»Insgesamt ist dieses kleine, großartige Buch wie der Duft eines sonnengereiften Pfirsichs, das zugleich die Eleganz mancher Blumen beim Verblühen zeigt. Es wurde meisterhaft und herrlich fließend von Patricia Klobusiczky übersetzt – ein Werk, das man kaufen, lesen, weitergeben und feiern sollte!«

www.bibliomaniacs.de

»Dieses Buch ist schlicht und ergreifend sexy - und noch viel mehr als das.«

ARIANA ZUSTRA, MUSIKEXPRESS

»Patricia Klobusiczky hat das Buch übersetzt, sehr sensibel; der 90 Seiten schmale Roman lebt von Zwischentönen, Stimmungswechseln, einer flirrenden Rätselhaftigkeit. Wann immer man glaubt, etwas Konkretes zu fassen bekommen zu haben, entschwindet der Moment in die nächste verführerische Szene.«

CORNELIA GEISSLER. BERLINER ZEITUNG

»Die Novelle oszilliert zwischen einem barocken Porno und einem Pastiche aus Motiven von Marquis de Sade – in Fliederfarben. Umso anspruchsvoller für die Berliner Übersetzerin Patricia Klobusiczky, die sowohl die tänzelnde Leichtigkeit als auch die gierige Kälte von Serres Figuren in die deutsche Sprache tippeln lässt. Märchenhaft, detailliert und mit einem Reiz zur düsteren Komik beschreibt Serre auf 96 Seiten die farngrünen und feuerroten Facetten weiblicher Ausgelassenheit, Selbstbestimmung – und Härte.«

JULIANE EVA REICHERT, TAGESSPIEGEL

»›Die Gouvernanten‹ ist ein einziges großes Vergnügen!«

NICOLE KLEBER (INSTAGRAM)

»Anne Serre beschreibt in ihrem absurd märchenhaften Stil diese Sinnlichkeit und Lust der Gouvernanten (...). Jede Figur ist fein komponiert und fügt sich in dieses fantasievolle Spiel perfekt ein, ohne dabei eindeutig oder vorhersehbar zu sein. Ein wirklich besonderes Werk, das mich sehr beeindruckt hat!«

AUFLESEN (INSTAGRAM)

»Dieser Mix aus Märchen, Fantasy und poetischer Prosa hat mich angenehm überrascht, eine solche Erzählung war für mich neu. Fantastisch und mystisch, dabei aber nicht abgedreht, wird die weibliche Lust gefeiert, nehmen sich die Frauen, was ihnen gefällt. Einem Experiment gleich ließ ich mich drauf ein und wurde belohnt mit einer Geschichte, die mich verzaubert hat.«

MIMITATIS_BUECHERKISTE (INSTAGRAM)

»Prickelnd, märchenhaft, feministisch, erotisch und mit einem starken naturrealistischen Einschlag kommt dieses kleine Buch daher – davon kann man sich gerne auch einmal verschlingen lassen!«

MARIUS MÜLLER, BUCH-HALTUNG.COM

»Insgesamt eine provokante literarisch anspruchsvolle Perle, für Vielleser, die sprachmächtige und verführerische Poesie mögen.«

DRUCKSCHRIFTLIEBE (INSTAGRAM)

»Die [Handlung] ist amüsant, spritzig, erotisch.«

RAINER GLAS, LESENSWERT

»Alles in diesem Roman dreht sich um weibliches Begehren. Anne Serre gelingt es meisterhaft, sich ganz von einer Objektivierung der Frauen zu lösen.«

LEA HENSEN, BERLINER MORGENPOST

»Dieser betörende und berauschende kleine Roman von Anne Serre, der 1992 in Frankreich erschien und glücklicherweise jetzt endlich übersetzt wurde, ist ein ganz seltenes poetisches Fundstück, und man kann nur hoffen, dass er herumgereicht und bestaunt wird, wie ein Bild, eine Fotografie, die jeden, der sie betrachtet, leicht und froh und nachdenklich stimmen wird.«

EBERHARD RATHGEB, DIE ZEIT

»Sehr poetisch-sinnlich ist dieser kurze, faszinierende Roman der in Frankreich gefeierten Autorin. Geradezu überbordend wird von der Natur und den Gelüsten der drei Frauen erzählt, denen mann sich nur willenlos ergeben mag und kann. Hervorzuheben ist die Kreativität und poetische Eleganz, mit der die Übersetzerin, Patricia Klobusiczky das französische Original ins Deutsche übertragen hat. Etwas irre und wunderschön.«

BUCHHANDLUNG STERNKOPF & HÜBEL

»Anne Serres Buch (...) fasziniert in seiner Verspieltheit und Suggestivität. «

BR2

»Ein so schmales Buch, das inhaltlich so viel zu bieten hat. Für mich war es die perfekte Lektüre an Weihnachten, um einzutauchen in eine so märchenhafte, poetische und melancholische Geschichte, die Raum lässt für Interpretationen und Vergnügen.
«

CARINAS. BUECHERWELT (INSTAGRAM)

»Das Buch eignet sich ideal als literarischer Happen – 94 Seiten, die gleichbleibend märchenhafte, wie auch erotische Szenarien bieten. Ganz stark sind die beschreibenden Elemente in diesem Roman – die Umgebung, in der sich die drei Frauen aufhalten wird während des Lesens wahrlich vor meinem inneren Auge deutlich.«

LITERATURENTOCHTER (INSTAGRAM)

»Dieses Buch war für mich ein lesendes Abenteuer, das ich nicht so schnell vergessen werde.
«

BIANCA.LIEBT.BUECHER (INSTAGRAM)

»›Die Gouvernanten‹ ist pure Sprachlust, ein Fest der Sinne, ein 100seitiger Rausch ohne Kater. Erfrischend darum, weil nichts die Autorin zu hemmen scheint.

 

 

 

 

 

 

 

 «

GALLUS FREI-TOMIC, LITERAURBLATT.CH

Auch lesenswert

Anne Serre
Im Herzen eines goldenen Sommers

»Ich halte mich für sehr geschickt, wenn es um die Verfertigung von Träumen geht. Pro Nacht gelingen mir im Schnitt vier, und es sind wahre Romane, genauer gesagt Erzählungen.« Träume, Erinnerungen, Fantasien, mal scharf konturiert, mal vage verschwimmend – daraus knüpft Anne Serre ihr raffiniertes, spielerisch leichtes Selbstportrait in dreiunddreißig Facetten. Eine unbekannte Mutter, die Liz Taylor ähnelt, ein verheirateter Liebhaber, der mit einem Revolver spielt, ein anderer, der an Becketts Todestag auftaucht … und wie Karten, die man aufdeckt, erscheint mal ein weibliches, mal ein männliches, verletzliches oder mörderisches Ich. Für dieses Buch wurde Anne Serre, in Frankreich seit Jahrzehnten bekannt, mit dem Prix Goncourt de la Nouvelle ausgezeichnet, und es wird höchste Zeit, diese elegante und kluge Autorin endlich auch auf Deutsch zu entdecken.

Das Cover von Im Herzen eines goldenen Sommers
Anne Serre
Im Herzen eines goldenen Sommers
Mehr
Margherita Costa
Die schöne Frau bedarf der Zügel nicht

Margherita Costa – nie gehört? Nach 400 Jahren wird es Zeit! Schließlich war die um 1600 geborene Römerin die wohl profilierteste Schriftstellerin ihrer Generation. Ihr wildes, respektloses und genre­sprengendes Werk blieb jahrhundertelang vergessen. Costa war Opernstar und Kurtisane, Intima dreier Papstfamilien und Räuberbraut, Feministin und Pornografin, Mutter vieler Töchter unklarer Herkunft und die wohl erste Satirikerin der Welt. Aus ihrer Dichtung strahlt die Sinnlichkeit in so grellen Farben, dass man beim Lesen gern zur Sonnenbrille greift. Christine Wunnicke hat sich in Costa verliebt und ihre Texte in mitreißendes Deutsch gebracht. Und ihr Porträt dieser wahrlich fantastischen Autorin ist ein Stück schönster Biografie-Literatur.

Das Cover von Die schöne Frau bedarf der Zügel nicht
Margherita Costa
Die schöne Frau bedarf der Zügel nicht
Porträt, Werkauswahl und Übersetzung von Christine Wunnicke
Mehr